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2° - Das Wetter, der Mensch und sein Klima. Eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums, 2008

Der Mensch ist ein wetterfühliges Wesen: Wenn die Sonne lacht, sind wir heiter, bei grauem Himmel überkommt uns die Schwermut. Das Wetter ist unauflösbar mit Emotionen, Erfahrungen und Erinnerungen verbunden. Doch die harmlose Frage nach dem Wetter von morgen hat heute ihre Unschuld verloren. Die Diskussion um die Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels hat unseren Alltag erreicht: Ist der für morgen angekündigte Sturm nicht vielleicht schon ein Vorbote der Katastrophe von übermorgen?

Die Ausstellung 2° Das Wetter, der Mensch und sein Klima warf einen vielschichtigen Blick auf dieses faszinierende Thema. Sie fügt Medieninstallationen und interaktive Elemente mit Objekten aus der Natur-, Kultur-, Kunst- und Wissenschaftsgeschichte zu einer spannenden Lern- und Erlebnisausstellung zusammen. Für die Besucher wurde so nicht nur anschaulich, wie das Wetter zustande kommt und wie das Klima funktioniert, sie gewannen auch Einblicke in die Fragestellungen der historischen und aktuellen Klimaforschung. Zeugen des Klimawandels aus verschiedenen Regionen der Erde berichteten davon, wie das veränderte Wetter schon heute in ihren Alltag eingreift. An solchen Beispielen wurde deutlich: Der Klimawandel ist auch ein gesellschaftliches Thema.

Die meisten Klima-Experten befürchten heute, dass ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um mehr als zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit unvorhersehbare und kaum noch beherrschbare klimatische Prozesse auslösen könnte. Die Mitglieder der Europäischen Union einigten sich daher im Jahr 2002 auf das gemeinsame Ziel, mit einer Drosselung des CO2-Ausstoßes die globale Erwärmung auf diesen kritischen Wert zu begrenzen. Somit sind wir alle Teil eines Prozesses, dessen entwicklung heute niemand mit Sicherheit vorhersagen kann. Wie kann die Weltgemeinschaft die vorhandenen Handlungsspielräume mit Kreativität nutzen? Wie wird sich unser Leben verändern?

Kuratorin: Petra Lutz, Deutsches Hygiene-Museum